• DE
  • EN
  • FR
  • Internationale Datenbank und Galerie für Ingenieurbauwerke

Anzeige

Allgemeine Informationen

Baubeginn: Frühling 1996
Fertigstellung: Herbst 1998
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Konstruktion: Extradosed-Brücke
Lagerungsbedingungen:
Funktion / Nutzung: Straßenbrücke
Baustoff: Spannbetonbrücke
Draufsicht: Structurae Plus
Bauverfahren: Freivorbau

Preise und Auszeichnungen

Lage / Ort

Lage: , ,
Koordinaten: 46° 53' 9.00" N    9° 51' 23.00" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Gesamtlänge 526.00 m
größte Stützweite 140.00 m
Stützweiten 59.00 m - 128.00 m - 140.00 m - 134.00 m - 65.00 m
Horizontaler Krümmungsradius 503.00 m
Brückenfläche 6 510 m²
Höhe über Talgrund oder Wasser 50 - 60 m
Fahrbahntafel Überbaubreite 12.378 m
Pylone Höhe des Pylonen max. 77 m
Abmessungen am Fuß 8.80 m × 4.25 m

Massen

Baustahl 240 t
Betonvolumen 8 500 m³
Spannstahl 50 t
Betonstahl 1 250 t

Kosten

Baukosten Schweizer Franken 17 000 000

Baustoffe

Seile Stahl
Fahrbahntafel Spannbeton
Pfeiler Stahlbeton
Widerlager Stahlbeton

Chronologie

9. Dezember 2005

Die Brücke wird mit der Umfahrung Klosters und dem angrenzenden Tunnel feierlich eingeweiht und eröffnet. Anwesend sind Bundesrat Moritz Leuenberger, Baudirektor Stefan Engler, Finanzdirektorin Eveline Widmer-Schlumpft (Kanton Graubünden) sowie Prinz Charles als Ehrengast.

Auszug aus der Wikipedia

Sunnibergbrücke

Die Sunnibergbrücke beginnt hinter dem Halbanschluss Klosters Dorf bei Büel und endet am Westportal des Gotschnatunnels, am sogenannten Drostobel. Dazwischen überspannt sie das Tal der Landquart auf einer Strecke von 526 Metern in einer Rechtskurve. Aus diesem Grund ist die Brücke in Richtung des talabwärts liegenden Dorfes Serneus leicht geneigt. Gehalten wird die Schrägseilbrücke, die aus Stahlbeton und Spannbeton besteht, von Stahlseilen, die über die vier Pylone gespannt sind. Auf Höhe der zweiten Pylone (von Büel aus gesehen) wird die höchste Stelle der Brücke erreicht, denn hier befindet sich die Fahrbahn rund 62 Meter über der Landquart, die unweit des Brückenpfeilers am Talboden entlang fliesst. Jeder der vier Pfeiler hat ein Fundament, das rund 16 Meter tief gegründet ist. Die Fahrbahnplatte wurde von einem Pfeiler ausgehend nach beiden Seiten in Freivorbau-Technik gleichzeitig Richtung Feldmitte hergestellt. Die Tragseile verlaufen in Harfenform von den Verankerungen in der Fahrbahnplatte zu den über die Fahrbahn hinausragenden Pfeilerenden. Die Brücke verläuft in einer leichten Steigung gegen Brückenende Drosstobel. Sie hat im Grundriss einen Kreisradius von 503 Meter. Dies ermöglicht eine zwängungsarme Verformung infolge Temperatur und Betonkriechen sowie einen Verzicht auf Dehnfugen und Brückenlager. Die beiden Fahrstreifen – der bergwärtsführende Richtung Davos beziehungsweise Engadin, der talwärtsführende Richtung Küblis und Landquart – sind jeweils 3,50 Meter breit und somit auch für den Schwerlastverkehr zur RhB-Autoverladestation Vereina geeignet.

Mit dem Bau wurde im Frühling 1996 begonnen. Nach der Fertigstellung diente die Brücke bis zur Eröffnung der Umfahrung Klosters zunächst als Baustellenzufahrt zum Portal Drosstobel des Gotschnatunnels.

Die Brücke wurde zu einem neuen Wahrzeichen der Gemeinde Klosters-Serneus. Im Jahr 2001, noch vor ihrer Eröffnung, wurde das Bauwerk, entworfen vom Bauingenieur Christian Menn in Zusammenarbeit mit Dialma Jakob Bänziger und seinem Ingenieurbüro, aufgrund des einzigartigen Designs mit dem renommierten internationalen „Outstanding Structure Award“ der International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE) ausgezeichnet, eine Plakette an der Fahrbahnbegrenzung erinnert daran.

Die Kosten für die Sunnibergbrücke beliefen sich auf rund 30 Millionen Schweizer Franken.

Am 9. Dezember 2005 wurden die Umfahrung Klosters mit der Sunnibergbrücke und dem Gotschnatunnel dem Verkehr übergeben. An der Eröffnung nahm Prinz Charles als Ehrengast teil. Er verbringt regelmässig seinen Skiurlaub in Klosters.

Text übernommen vom Wikipedia-Artikel "Umfahrung Klosters" und überarbeitet am 9. Oktober 2020 unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0.

Beteiligte

Bauherr
Auftraggeber
Designkonzept
Architektur
Bauausführung
Schrägseile
Bauüberwachung
Projektleitung

Relevante Webseiten

Relevante Literatur

  • Wells, Matthew (2002): 30 Bridges. Laurence King, S. 126-129.
  • Wells, Matthew / Pearman, Hugh: 30 Brücken. Callwey Verlag, München (Deutschland), S. 126-129.
  • Menn, Christian (1998): Baukultur im Brückenbau. In: Baukultur, n. 3 ( 1998), S. 25-29.
  • Vogel, Thomas / Marti, Peter / Figi, Heinrich / Schnetzer, Heinrich / Bänziger, Dialma Jakob (1997): Christian Menn. Brückenbauer. Birkhäuser Verlag (Basel, Boston, Berlin), Basel (Schweiz), S. 88-91.
  • Schärer, Caspar / Menn, Christian / Billington, David P. / Schwartz, Joseph / Bärtsch, Luzi / Camartin, Iso / Oechslin, Werner (2015): Christian Menn - Brücken / Bridges. Scheidegger & Spiess, Zürich (Schweiz), S. 264-279.
Weitere Veröffentlichungen...
  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20000072
  • Veröffentlicht am:
    28.10.1998
  • Geändert am:
    05.02.2016