• DE
  • EN
  • FR
  • Internationale Datenbank und Galerie für Ingenieurbauwerke

Anzeige

Viadukt Oschütztal

Allgemeine Informationen

Andere Namen: Oschütztalviadukt
Fertigstellung: 1. Oktober 1884
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Lage / Ort

Lage: , , ,
Koordinaten: 50° 46' 54.07" N    12° 3' 43.68" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

größte Stützweite 36 m
Gesamtlänge 185.50 m
Höhe über Talgrund oder Wasser 28 m

Chronologie

1. Oktober 1884

Einweihung.

22. September 1983

Der letzte reguläre Personenzug überquert die Brücke.

Auszug aus der Wikipedia

Der Viadukt Oschütztal ist eine Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Werdau–Mehltheuer, die als erste Pendelpfeilerbrücke Deutschlands gilt. Wegen Baufälligkeit wurde die Brücke 1982 außer Betrieb genommen und durch einen parallelen Schüttdamm ersetzt. Seit 1977 steht sie unter Denkmalschutz.

Der Viadukt ist 185 Meter lang, 28 Meter hoch und überbrückt das Oschütztal und die heutige Bundesstraße 92/175 im Stadtgebiet der Stadt Weida in Thüringen. Erbaut wurde er 1884 nach Plänen von Claus Koepcke und des Ingenieurs Hans Manfred Krüger.

Der Stahl des etwa 380 t schweren Bauwerkes kam von der Königin Marienhütte aus Cainsdorf.

Geschichte

Die eingleisige Eisenbahnstrecke Mehltheuer–Weida wurde 1883 in Betrieb genommen, endete aber am damaligen Kopfbahnhof Weida-Altstadt. Der preußische Bahnhof Weida an der Bahnstrecke Leipzig–Probstzella lag allerdings am anderen Stadtende. Wer weiter in Richtung Gera, Werdau, Leipzig oder Saalfeld reisen wollte, musste einen beschwerlichen Fußmarsch durch ganz Weida zurücklegen. Da sich die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen und die Preußischen Staatseisenbahnen nicht auf eine gemeinsame Trassierung einigen konnten und der Schüttdamm an der Einmündung in den preußischen Bahnhof Weida öfters ins Rutschen kam, entschied man sich für die Überbrückung des Oschütztals.

Am 1. Oktober 1884 wurde das Bauwerk fertiggestellt und übergeben. Bereits 1915 musste wegen des immer höheren Verkehrsaufkommens der Viadukt verstärkt werden. Dies geschah durch den Einbau eines Mittelträgers und zusätzlicher Aussteifungen der Pendelstützen.

Im Jahr 1977 wurde der Viadukt unter Denkmalschutz gestellt. Nach fast 100-jährigem Betrieb des Bauwerkes war die Grenznutzungsdauer erreicht, und es musste eine Langsamfahrstelle eingerichtet werden. Die Strecke erhielt eine neue Trassierung auf einem Schüttdamm parallel zur Strecke Gera–Saalfeld. Am 22. September 1982 fuhr planmäßig der letzte Zug über den Oschütztal-Viadukt. Seitdem ist das Bauwerk ohne Nutzung.

Im Jahr 1984 wurde eine Untersuchung zur Zukunft des Viaduktes durchgeführt. Durch mehrere Eingaben Weidaer Bürger wurde der Abriss des Denkmals verhindert. Der Zustand des Viaduktes ist sehr schlecht und gibt immer wieder Anlass zur Diskussion über die Zukunft des Technischen Denkmals. Im Raum stehen 2,5 Millionen Euro Sanierungskosten oder 500.000 Euro Abrisskosten. Als einmaliges Technisches Denkmal in Deutschland ist der Erhalt des Bauwerks erstrebenswert. Seit geraumer Zeit kämpft der Verein „Interessengemeinschaft Oschütztal-Viadukt e.V.“ um den Erhalt des Technischen Denkmals. Mit kreativen Aktionen, Spendensammlungen, Vorträgen und Führungen wird auf den Viadukt und seinen Zustand aufmerksam gemacht. Das Ziel ist der Erhalt des einmaligen verkehrstechnischen Denkmals.

Beschreibung

Als günstigste Möglichkeit der Überbrückung des Oschütztal wählte man einen Gitterträger, dessen Unterstützung nach dem System der pendelnden Pfeiler (Pendelstützen) ausgeführt wurde. Der Viadukt besteht aus zwei Teilen, dem 101 Meter langen Hauptteil und dem 54 Meter langen kleineren Teil. An den beiden Enden des Viaduktes sind noch zwei steinerne Bögen gebaut, wodurch sich die Gesamtlänge von 185 Metern ergibt. Bei dieser Ausführung wurden die parallelgurtigen Eisenfachträger zum Teil auf Pendelstützen gelagert. Die Pendelstützen sind gelenkig angeordnet, sodass sie der durch Temperaturschwankungen hervorgerufenen Längenänderung der Träger folgen können. Das Gewicht der Eisenbauten beträgt etwa 380 Tonnen.

Text übernommen vom Wikipedia-Artikel "Viadukt Oschütztal" und überarbeitet am 23. Mai 2020 unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0.

Anzeige

Beteiligte

Entwurf

Relevante Webseiten

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20005028
  • Veröffentlicht am:
    16.09.2002
  • Geändert am:
    22.05.2020