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Lorrainebrücke

Allgemeine Informationen

Baubeginn: Februar 1928
Fertigstellung: 17. Mai 1930
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Konstruktion: Bogenbrücke
Funktion / Nutzung: Straßenbrücke
Baustoff: Betonbrücke

Lage / Ort

Lage: , ,
Überquert:
  • Aare
Ersetzt: Rote Eisenbahnbrücke (1858)
Koordinaten: 46° 57' 10.26" N    7° 26' 35.72" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Breite 18 m
Gesamtlänge 178 m
Höhe über Talgrund oder Wasser 37.5 m

Kosten

Baukosten Schweizer Franken 3 600 000

Baustoffe

Bogen Beton

Auszug aus der Wikipedia

Die Lorrainebrücke verbindet die Innenstadt von Bern über das Flusstal der Aare mit dem nördlich gelegenen Lorrainequartier.

Die vierspurige Strassenbrücke wurde in den Jahren zwischen 1928 und 1930 als Ersatz für die Fahrstrasse der roten Eisenbrücke, deren Fahr- und Fussweg nach der Eröffnung gesperrt worden sind, erbaut. Projekt und Bauleitung waren bei Ingenieurbureau von Robert Maillart, die Firma Losinger wurde mit der Ausführung betraut. Der Baubeginn ist auf Februar 1928 datiert. Die Ingenieure Eugen Losinger und Simon Mann betreuten den Bau. Die Lorrainebrücke wurde am 17. Mai 1930 feierlich eröffnet. Die eigentlichen Baukosten beliefen sich auf 2'563'000 Schweizer Franken. 293'000 Schweizer Franken mussten aber noch in die Zufahrt und in sonstige angefallenen Umgebungsarbeiten investiert werden. Die Lorrainebrücke ähnelt mit ihren verschlossenen Seitenwänden der älteren Nydeggbrücke. Eine Brücke mit offen aufgeständerter Fahrbahn war unerwünscht, da man sie im Stadtbild als unruhig wirkend empfand. Die Bogenbrücke ist 178 m lang, 18 m breit und die Fahrbahn ist 37,5 m über dem Wasser. Sie besteht aus auf dem Gewölbe stehenden dünnen Längs- und Querwänden aus Stahlbeton, damals noch Eisenbeton genannt, die die Fahrbahnplatte tragen. Zwischen Bogenscheitel und Fahrbahnplatte wurde ausreichend Raum für einen begehbaren Leitungskanal gelassen.

Der ellipsenförmige Hauptbogen mit 82,0 m lichter Weite und einem Stich von 31,0 m wurde nach dem Entwurf von Robert Maillart aus unbewehrten Betonkästen gebaut. Sie wurden neben der Brücke vorgefertigt und anschließend paarweise mit einem Kabelkran an ihren Platz auf dem Lehrgerüst gehoben. Zunächst wurde nur eine Reihe in der Mitte des Lehrgerüsts verlegt, die sich dann selbst tragen und das Lehrgerüst dementsprechend entlasten konnte. Die Blöcke bildeten dabei eine Verzahnung, in die die nächste Reihe Blöcke wie bei einem Reissverschluss eingreifen konnten. Nur da, wo das Gewölbe eine größere Stärke erreicht, sind die Blöcke mit Beton gefüllt.

Die Aussenwände wurden mit einem Verfahren aufgeraut, das man heute als Waschbeton bezeichnen würde. Die Fahrbahn bestand ursprünglich aus einem schwach bewehrten Beton, der mit einem kleinen Strassenfertiger eingebracht wurde. Lediglich die Gehwegplatten und die Brüstungen wurden aus Naturstein hergestellt.

An der Brücke wurden Nistgelegenheiten für Alpenmauersegler eingerichtet.

Am südlichen Brückenkopf stehen zwei vom Künstler Paul Kunz entworfene Plastiken aus Muschelkalk. Ende der 1940er Jahre kam es infolge eines Pfeilerbruches zu einem zwanzig Meter langen und sieben Meter breiten Einbruch der Strasse und des Trottoirs. Vier Pfeiler knickten ein und ein fünfter blieb schief stehen. Auslöser waren Bauarbeiten an einem neuen Gewächshaus im Botanischen Garten, das sich direkt unterhalb der Lorrainebrücke befindet. Die Pfeilerfundamente wurden aufgrund von Aushubarbeiten nahezu unterhöhlt.

Neue Verkehrsführung

Die aktuelle Verkehrsplanung sieht vor, den Radfahrstreifen stadtauswärts ebenfalls auf 3 Meter zu verbreitern und im Gegenzug eine Fahrspur aufzuheben. Zudem soll die generelle Höchstgeschwindigkeit zwischen der Lorrainestrasse und dem Hirschengraben auf 30 km/h reduziert werden.

Text übernommen vom Wikipedia-Artikel "Lorrainebrücke" und überarbeitet am 22. Juni 2020 unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0.

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Beteiligte

Tragwerksplanung
Bauausführung

Relevante Webseiten

Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20001004
  • Veröffentlicht am:
    30.09.2000
  • Geändert am:
    05.02.2016