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Koningshof

Allgemeine Informationen

Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Funktion / Nutzung: Kulturzentrum

Lage / Ort

Lage: , ,
Koordinaten: 51° 55' 43.75" N    4° 14' 13.66" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Nutzfläche 2 765 m²

Produkte, Services & Berichte

TECU® Gold ist ein neuer Werkstoff der TECU® Produktreihe mit einer edlen goldenen Oberfläche für eindrucksvolle neue Fassadenlösungen mit Kupfer. ...

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Chronologie

Dezember 2001
- November 2003

Planungsphase für den Umbau des Koningshof.

November 2003
- November 2004

Renovierung und Umbau des Koningshof (Kosten: 2 906 833 Euro).

Bemerkungen

Im geografischen Zentrum von Maassluis, einer Gemeinde im westlichen Einzugsbereich von Rotterdam, wurde nach der Renovierung der örtlichen Bibliothek jetzt auch das direkt benachbarte multifunktionale Veranstaltungszentrum Koningshof vollständig umgebaut und erweitert. Das Ergebnis ist ein homogen gestalteter Gebäudekomplex, dessen Raumplanung ideal auf die unterschiedlichen Zwecke und Bedürfnisse der Einrichtung abgestimmt ist. Das zentrale Atrium empfängt den Besucher mit einer gelungenen Kombination aus Baumaterialien. Einen eindrucksvollen Fokus setzen hier Metallschindeln aus TECU® Gold, einer neuen Kupferlegierung, die zur Bekleidung der Bewirtungs- und Erschließungsinsel verwendet wurden.

Nach einer Umbauphase von 14 Monaten wurde der Koningshof am 1. Januar 2005 wiedereröffnet. Die neuen, unterschiedlich dimensionierten Veranstaltungsräume sind jetzt auf zwei separate kubische Baukörper verteilt. Die kleinere, im Südosten des Geländes gelegene Einheit beherbergt einen Theatersaal mit 330 Sitzplätzen. Das größere, nach Nordwesten versetzte Gebäude bietet auf zwei Etagen Platz für 12 Multifunktionsräume, Garderobe, Toiletten und Verwaltungsräume. Zur westlichen Ecke des Grundstücks hin umschließt dieser Nutzungsbereich die bereits vor zwei Jahren in Betrieb genommene neue Bibliothek. Die räumliche Trennung zwischen Bibliothek und Kulturzentrum ist von außen lediglich an den getrennten Eingängen erkennbar; die durchgängige Fassade aus dunkelrotem Klinker, die sich auch an der Außenhaut des Theaterkomplexes fortsetzt, vermittelt den Eindruck von Geschlossenheit und einheitlicher Nutzung. Ein Ergebnis der Planung aus einer Hand: Hans Goverde vom Rotterdamer Architekturbüro Kraaijvanger Urbis ist für Entwurf und Gestaltung beider Einrichtungen verantwortlich.

Das beide Gebäudeeinheiten verbindende Atrium ist gleichermaßen bauliches wie kommunikatives Zentrum des Koningshofs. Nach zwei Seiten durch Glasfassaden von der Außenwelt getrennt, ermöglicht der Erschließungs- und Aufenthaltsbereich sowohl lebendige als auch erholsame Ausblicke – nach Südosten auf das gegenüber liegende Einkaufszentrum, nach Nordwesten auf das benachbarte Parkgrundstück. Von außen bietet sich dem Besucher schon vor dem Betreten des Atriums ein beeindruckendes Bild: Das zentrale Element bildet eine frei stehende Insel aus matt golden schimmerndem Metall, mit nierenförmigem Grundriss, über eine seitlich angesetzte Treppe oberseitig begehbar. Auf diesem „Dach“ befindet sich ein Restaurationsbereich für etwa 40 Gäste; über eine frei schwebende Rampe werden die oberen Veranstaltungsräume im nordöstlichen Gebäudeteil erschlossen. Das Inselelement ist nahezu vollständig geschlossen; auf der unteren Ebene gibt ein vom Eingang und vom Theatersaal her einsehbarer Einschnitt den Blick auf Bar und Cafétheke frei. Im Inneren der Einheit befindet sich die Küche.

Zum zentralen und markanten Objekt wird diese „Bewirtungsinsel“ nicht zuletzt durch die vollständige Bekleidung mit Schindeln aus einer neuen Kupferlegierung. Der angenehme matt goldene Schimmer von TECU® Gold erregt Aufmerksamkeit – insbesondere bei abendlicher Beleuchtung – ohne gegenüber den anderen Materialien zu aufdringlich in den Vordergrund zu treten. Granitfarbene Bodenfliesen, Mahagoni furnierte Türen und Thekenauflagen, Kiefernholz-Leimbinder um Stahlsäulen, die eine zwischen den beiden Gebäudeeinheiten leicht gebogene Dachkonstruktion tragen: In Verbindung mit TECU® Gold schafft diese Materialkombination eine gediegene Intimität, die durch die zentrale Position des Thekenbereiches noch verstärkt wird. Die Insel dient als perfekter Raumteiler und lässt in Richtung Theatersaal einen Nischenbereich für mehrere kleine Sitzgruppen entstehen, die zum Essen und Trinken einladen.

Die Schindeln der Marke TECU® Gold bestehen aus einer Kupfer-Aluminium-Legierung. Der ursprüngliche goldgelbe Farbton der Oberfläche bleibt bei Innenanwendungen erhalten; bei freier Bewitterung entwickelt er sich mit eigener Charakteristik weiter. Nach der anfänglichen Mattierung entsteht ein matter hellgelber Farbton, der später allmählich in einen dunkleren lebendigen Gelbton übergeht.

TECU® Gold ist eine aktuelle Ergänzung der TECU® Produktpalette und lässt sich ausgezeichnet mit den vielfach bewährten Kupferoberflächen der Marke sowie mit vielen anderen Materialien kombinieren. Neben dem ästhetischen Argument einer unverwechselbar edlen Oberfläche gelten die von Kupfer bekannten wirtschaftlichen Vorteile wie unübertroffen leichte Verarbeitung und unvergleichlich lange Lebensdauer uneingeschränkt auch für TECU® Gold. Das Material bietet eine außerordentliche mechanische Abriebfestigkeit, extrem hohe Korrosionsbeständigkeit sowie hervorragende Festigkeit und Materialsteifigkeit.

Der mit modernster Technik ausgestattete Theatersaal des Koningshofs wird nicht ausschließlich für Aufführungen und Filmvorführungen genutzt. Nach zusätzlicher Bestuhlung des Bühnenbereichs finden 400 Personen bei Seminaren oder Konferenzen Platz; bei kombinierter Nutzung mit dem Atrium sind Festabende mit bis zu 500 Personen kein Problem. Die modern ausgestattete Küche bietet ausreichend Kapazität für die Zubereitung des entsprechenden Dinners oder Buffets. Auf hohe Flexibilität ist man hier eingerichtet, denn alle Räume und Säle können nebst Cateringservice von Organisationen oder auch Privatpersonen für eigene Veranstaltungen gemietet werden – Theatersaal und Atrium ebenso wie der Ballettsaal und weitere Räume im Erdgeschoss, die Platz für 90 bis 470 Personen bieten. Die kleineren Räume auf der oberen Etage stehen für Workshops und Kurse zur Verfügung und werden z.B. regelmäßig von einer Musikschule genutzt.

Passend zur flexiblen Nutzung des Kulturzentrums erfolgt die einfallsreiche Finanzierung der Neugestaltung, die den Haushalt der Gemeinde Maassluis mit knapp drei Millionen Euro belastet: In einer dritten Bauphase wird der Gebäudekomplex demnächst um Wohneinheiten erweitert, mit deren Verkauf bzw. Vermietung das gesamte Objekt refinanziert werden soll.

Das Büro Kraaijvanger (heute Kraaijvanger Urbis) wurde 1927 von den Brüdern Evert und Herman Kraaijvanger gegründet. Sie konzentrierten sich zunächst auf Bauprojekte in Rotterdam, wo in den dreißiger Jahren einige große Wohnhauskomplexe realisiert wurden. Zuverlässige, solide Konstruktionen und der konsequente Einsatz langlebiger Materialien wurden schon früh zu Markenzeichen des Büros. Wie viele andere Architekten profitierten die Brüder Kraaijvanger später von den Wiederaufbaumaßnahmen in Rotterdam, die nach der Bombardierung der Stadt am 14. Mai 1940 erforderlich geworden waren. Vor allem Herman Kraaijvanger leistete wesentliche Beiträge zur theoretischen Debatte zum Thema Wiederaufbau. Unter anderem veröffentlichte er 1946 ein viel beachtetes Standardwerk mit dem Titel „Hoe Rotterdam moet bouwen“ (Wie Rotterdam bauen muss). Seit dieser Zeit hat sich Rotterdam zum Zentrum für radikale Architektur und wegweisende Stadtplanung entwickelt. Die Brüder Kraaijvanger waren maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. Das Büro beschäftigt heute 60 Mitarbeiter, zumeist Architekten und Stadtplaner. Noch heute konzentriert sich Kraaijvanger Urbis im Wesentlichen auf Neubauten, Renovierungen und Stadtplanungsaufgaben in Rotterdam und Umgebung.

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Beteiligte

Umbau (2005)
Architektur
Tragwerksplanung
Subunternehmer
Kupfer am Bau

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  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20017328
  • Erstellt am
    17.08.2005
  • Geändert am
    28.07.2015