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Allgemeine Informationen

Name in Landessprache: Tunnel du Mont-Cenis / Traforo del Moncenisio; Traforo ferroviario del Frejus / Tunnel ferroviaire du Fréjus
Baubeginn: 1857
Fertigstellung: 17. September 1871
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Konstruktion: Tunnel
Funktion / Nutzung: Eisenbahntunnel
Bauverfahren: Manueller Vortrieb

Lage / Ort

Lage: , , ,
, , ,
Durch:
  • col du Fréjus
Teil von:
Koordinaten: 45° 11' 39.82" N    6° 40' 7.65" E
Koordinaten: 45° 4' 53.59" N    6° 42' 33.33" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Gleisanzahl 2
Tiefe max. 1 600 m
Anzahl der Röhren 1
Bau
Tunnellänge 12 819.6 m
Erweiterung
Tunnellänge 13 658 m

Kosten

Baukosten Französischer Franc 75 000 000

Jährlicher Vortriebsfortschritt

Jahr Von Bardonnèchia Von Modane
1858 285 m* 213 m*
1859 236 m* 133 m*
1860 204 m* 139 m*
1861 270 m 193 m*
1862 380 m 243 m*
1863 426 m 376 m
1864 621 m 467 m
1865 765 m 458 m
1866 813 m 212 m
1867 825 m 688 m
1868 639 m 681 m
1869 827 m 604 m
1870 889 m 746 m
Total 7 080 m 5 153 m
* Manueller Vortrieb

Der Vortrieb wurde durch maschinelle Erfindung erheblich beschleunigt. Der 1855 von Thomas Bartlett erfundene und von Germain Someiller weiter verfeinerte Bohrhammer trug dazu erheblich bei. Insbesondere auch durch den Druckluftantrieb, der durch den schweizer Ingenieur Daniel Colladon erfunden wurde. Von den ursprünglich geplanten 24 Baujahren waren durch diese Erfindungen schließlich nur 13 notwendig.

Auszug aus der Wikipedia

Die Mont-Cenis-Tunnel oder auch Fréjus-Tunnel (französisch Tunnel du Mont Cenis bzw. Tunnel du Fréjus) sind ein Eisenbahn- und ein mautpflichtiger Autobahntunnel in den Alpen zwischen Frankreich (Savoyen) und Italien (Piemont) auf der Verbindung zwischen den Orten Modane und Bardonecchia. Es ist eine der wichtigsten Transitstrecken durch die Alpen.

Die 1871 eröffnete Eisenbahnstrecke diente von Beginn an als Verbindung von Großbritannien mit den Mittelmeerhäfen zum Suezkanal in Richtung der damaligen britischen Kolonie Indien. Bis zur Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 war der Mont-Cenis-Tunnel der längste Tunnel der Erde. Der parallel verlaufende Straßentunnel wurde 1980 eröffnet.

Die beiden Verkehrswege unterqueren die Pointe de Fréjus (2932 m) bzw. den Col de Fréjus (2542 m) im Mont-Cenis-Massiv, sind aber circa 30 Kilometer vom gleichnamigen Pass entfernt.

Eisenbahntunnel

Der Eisenbahntunnel (meist als Mont-Cenis-Tunnel bezeichnet) wurde ab 1857 gebaut und am 17. September 1871 mit einer Länge von 12,2 Kilometer eröffnet, er ist damit der älteste große Alpentunnel. Die ursprüngliche Bauzeit sollte 25 Jahre betragen, durch den Vortrieb mit pneumatischen Bohrhämmern ab 1861 sowie der elektrischen Zündung der Sprengladungen konnte sie auf 14 Jahre verkürzt werden. Unter Beibehaltung des Bautempos von 1857 bis 1860 (als diese neuen Techniken noch nicht eingesetzt wurden) hätte die Fertigstellung 40 bis 50 Jahre gedauert. So erfolgte der Durchbruch am 25. Dezember 1870. Der Tunnel ermöglichte erstmals eine schnelle Verbindung der europäischen Hauptstädte Rom und Paris über Turin und Grenoble und liegt auch heute noch an einer Eisenbahnstrecke mit europäischer Bedeutung.

Bis zur Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 war er der längste Tunnel der Welt.

Die Länge des zweigleisigen Tunnels betrug in der Geraden (das heißt samt den zwei aus Vermessungsgründen ausgeführten Richtungstunneln) 12.219 Meter. Die eigentliche Tunnellänge mit den in Kurven liegenden, beidseitigen Ausgängen erreichte dagegen 12.819,6 Meter. Im Jahre 1881 wurde wegen Senkungen des Geländes südlich von Modane eine Verlängerung des Tunnels mit Verlegung des Nordportals notwendig. Seither beträgt die Länge des Tunnels 13.657,45 Meter.

Geplant ist der Bau des rund 52 Kilometer langen Mont-Cenis-Basistunnels für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon–Turin.

Text übernommen vom Wikipedia-Artikel "Mont-Cenis-Tunnel" und überarbeitet am 23. Juli 2019 unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0.

Beteiligte

Ingenieurbau

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Relevante Literatur

Weitere Veröffentlichungen...
  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20004586
  • Veröffentlicht am:
    21.08.2002
  • Geändert am:
    01.04.2019