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Bundeskanzleramt

Allgemeine Informationen

Andere Namen: Bundeskanzleramtsgebäude
Baubeginn: 4. Februar 1997
Fertigstellung: 2. Mai 2001
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Funktion / Nutzung: Nationaler Regierungssitz
Baustoff: Betonbauwerk (Massivbauwerk)
Baustil: Postmodern

Lage / Ort

Lage: , , ,
Adresse: Willy-Brandt-Straße 1
Neben: Kanzlersteg (2000)
Paul-Löbe-Haus (2001)
Koordinaten: 52° 31' 12.44" N    13° 22' 9.16" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Anzahl der Stockwerke (oberirdisch) 10
Fläche des Areals 73 000 m²
umbauter Raum 283 646 m³
Bruttogeschossfläche (BGF) 66 413 m²
Nutzfläche 25 347 m²
Mittelgebäude Höhe 36 m
Länge 55 m
Nordtrakt Höhe 18 m
Länge 182 m / 204 m
Südtrakt Höhe 18 m
Länge 300 m / 355 m

Kosten

Baukosten Deutsche Mark 465 000 000

Chronologie

2. Mai 2001

Das Bundeskanzleramt zieht in das neue Gebäude ein.

2003

Deutscher Architekturpreis 2003.

Aufbau

Das gleichermaßen spektakuläre wie umstrittene monumentale Bauensemble des neuen Bundeskanzleramtes wurde von den Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank in der Amtszeit von Kanzler Helmut Kohl entworfen. Nach dem ersten Spatenstich am 4. Februar 1997 und knapp vierjähriger Bauzeit konnte das Gebäude am 2. Mai 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen werden, wodurch der Regierungsumzug nach Berlin abgeschlossen wurde. Das bebaute Grundstück ist mit Hubschrauberlandeplatz und Kanzlerpark rund 73.000 m² groß.

Mit einer Höhe von 36 Metern übertrifft das Gebäude die Berliner Traufhöhe von 22 Metern und ist das größte Regierungshauptquartier der Welt. Es ist rund achtmal so groß wie das Weiße Haus in Washington, zu dem allerdings noch weitere Gebäude gehören. Die wichtigsten Kenndaten des Bauensembles lauten:

  • Bruttogeschossfläche 64.413 m²
  • Bruttorauminhalt 283.646 m³
  • Nutzfläche 25.347 m²
  • Hauptnutzfläche ca. 19.000 m²

Das Gebäude hat eine moderne, weitgehend verglaste Außenfläche und zahlreiche Stilelemente der Postmoderne. Großflächig benutzte Farben haben eigene, genau festgelegte Symbolwirkungen. Auf dem Ehrenhof, der vom Leitungsbau und den zwei Bürotrakten gebildet wird, befinden sich die Skulptur Berlin des baskischen Künstlers Eduardo Chillida sowie vier Säulen jeweils mit Baumbepflanzung, Fahnenmasten und vor dem Haupteingang ein überspannendes Zeltdach. Der Ehrenhof dient hauptsächlich zum Empfang von Gästen.

Bauqualität, Renovierungen und Erweiterungsplanungen

Obwohl es sich um einen Neubau handelt, musste das Bundeskanzleramt schon mehrmals renoviert werden. Dies war zum einen auf Mängel bei der Bauausführung zurückzuführen, zum anderen aber auch auf prinzipielle, vorhersehbare Probleme der verwendeten Materialien. So musste der Sichtbeton an der exponierten Westfassade, der als unästhetisch empfundene Flecken entwickelte, im Jahr 2007 gereinigt und mit einer schützenden Lasur überzogen werden. Auch bei der vielgepriesenen ökologischen Haustechnik, wie bei dem mit Pflanzenöl betriebenen Blockheizkraftwerk, wurden aufwendige Reparaturarbeiten notwendig.

Anfang 2019 wurde bekannt, dass für das Bundeskanzleramt ein Erweiterungsbau geplant wird. Es sollen 400 neue Büros sowie eine Kindertagesstätte und eine weitere Kantine entstehen. Der Hubschrauberlandeplatz soll auf das Dach des Gebäudes verlegt werden. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen, die Fertigstellung für 2027 oder 2028. Geplant und errichtet werden soll der Erweiterungsbau durch die Architekten des Bundeskanzleramtes, Axel Schultes und Charlotte Frank.

Text bearbeitet und entnommen von: Wikipedia "Bundeskanzleramt (Berlin)", Version vom 20.05.2019 (CC BY-SA 3.0)

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Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20009149
  • Erstellt am
    24.04.2003
  • Geändert am
    05.06.2019