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Gustav Gebhardt

Biografische Angaben

Name: Gustav Gebhardt

Bauwerke und Projekte

Beteiligung an den folgenden Bauwerken und Projekten:

Architekt

Biographie aus der Wikipedia

Gustav Gebhardt war ein deutscher Architekt im 19./20. Jahrhundert (page um 1870; † nach 1949). In Berlin entstanden nach seinen Plänen zahlreiche Gebäude, teils Wohnhäuser, teils Geschäftshäuser. Einige seiner Bauten stehen mittlerweile unter Denkmalschutz.

Leben

Gustav Gebhardt studierte an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Anschließend fand er eine Anstellung im Architekturbüro Althertum & Zadek in Charlottenburg. In der Zeit seiner Mitarbeit bei diesem Büro trat Gustav Gebhardt bereits mit eigenen Entwürfen hervor.

Zwischenzeitlich (Mitte 1899) lebte und arbeitete er in Budapest, wo er für ein Bauunternehmen ein Wohn- und Geschäftshaus entwarf und beim Bau mitwirkte.

Etwa 1910 machte sich Gebhardt selbstständig. Er bezog im Haus des Architekten S. Zadek (Fasanenstraße 13) eine Wohnung und betrieb hier unter seinem Namen das Büro weiter. Max Alterthum und S. Zadek hatten ihr Atelier für Architektur und Bauausführung inzwischen in die Taubenstraße 23 in Berlin verlegt und einen Geschäftsführer eingesetzt.

Im Jahr 1926 weist ihn das Berliner Adressbuch mit einer Wohnung in Berlin-Lichtenberg, Parkaue 6, aus. Es befand sich ganz in der Nähe von Gebhardts Baubüro (Parkaue 10) und der nach seinen Plänen errichteten Wohnbebauung Parkaue 24–34.

Ab dem Jahr 1927 hatte Gustav Gebhardt weder Wohnung noch Büro in Berlin oder wurde nicht im Adressbuch geführt. Für das Mehrfamilienwohnhaus Parkaue 6 gab es zwischen 1930 und 1934 die Verwalterin J. Gebhardt, dabei wird es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine nahe Verwandte des Architekten gehandelt haben.

Der 1951 begonnene Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Kirche in Kienitz erfolgte nach Entwurf und unter der Leitung eines Architekten Gustav Gebhardt, über den allerdings keine Einzelheiten bekannt sind.

Bauten und Entwürfe

Gebhardts frühe Entwürfe zeigen neben historistischen Grundzügen meist reiche, eigenwillige Dekorationen im Jugendstil. Die um 1910/1914 entstandenen Bauten lassen sich in ihren schlichteren, ruhigeren Formen der Reformarchitektur zuordnen.

  • 1892–1893: Geschäftshaus Haus am Bullenwinkel in Berlin-Mitte, Hausvogteiplatz 3–4 (gemeinsam mit Hermann August Krause; unter Denkmalschutz; seit den 1990er Jahren Sitz der Botschaft der Republik Slowenien)
  • 1896–1897: Wohn- und Geschäftshaus in Berlin-Schöneberg, Motzstraße 22 (ursprünglich mit Hausnummer 14 und zur Stadt Charlottenburg gehörend)
  • 1899–1900: Wohn- und Geschäftshaus der Gebrüder Grünwald in Budapest, Szobi utca 5 (zusammen mit dem Architekten, Bauunternehmer und Bauherrn Moritz Grünwald)
  • 1912: Wohn- und Geschäftshaus in Berlin-Tegel, Alt-Tegel 6 (mit Gustav Müller)
  • 1914–1915: Wohnhausgruppe in Berlin-Lichtenberg, Parkaue 24–34
  • 1951–1953: Wiederaufbau der Kirche in Kienitz

Text übernommen vom Wikipedia-Artikel "Gustav Gebhardt" und überarbeitet am 10. November 2020 unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0.

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    Datenseite
  • Person-ID
    1011372
  • Veröffentlicht am:
    09.11.2020
  • Geändert am:
    09.11.2020